Tagesmarsch um Ipoh

in Ipoh in Malaysia

 

am Poh Tong

 
Nachdem Pangkor Island von den Touristen uebrfuellt wurde habe ich mich kurzerhand in einen Bus mit defekter Klimaanlage geschwungen und bin drei Stunden nach Ipoh gefahren. Das kann schon ganz schoen lange sein wenn man jede Minute kuebelweise Wasser verliert.
 
In Ipoh hilflos an einer Tanke ausgesetzt habe ich mich erstmal mit dem Taxi 10 Minuten zu den Hotels chauffieren lassen.
 
Wer spielt denn bitte auf solchen Spielplaetzen?

 

Das die Malayer laffaul sind habe ich glaube schon erwaehnt und da wurden in der Wegbeschreibung eines Inders aus zwei Kilometern mal locker das doppelte draus.

Die Taxifahrt war aber preiswert und nach einigem Umschauen habe ich dann auch ein passendes (billiges) chinesisches Hotel gefunden.
Direkt in der Strasse vor dem Hotel war der Nachtmarkt von Ipoh und zum Glueck nur am Samstag bis frueh um eins laute Musik an, am Sonntag ging der Markt zwar auch so lange aber dort wurde die Musik bereits frueher ausgestellt.
Ab 20 Uhr sass niemand mehr am Eingang des Hotels und man kam sowohl nicht mehr rein wie raus ohne Klingeln und ewiges warten. Ich wollte eigentlich heraus, aber wie ich nach 15 Minuten warterei und Klingeln feststellen konnte, naemlich als der Betreiber mit seinem Essen zurueck kam, war ich eingesperrt worden. Ein kleines Schild an der Rezeption haette auch genuege getan.
Das hineinkommen in der Nacht gestaltete sich ebenfalls als aeusserst schwierig weil, wie ich annehme, der Typ wohl schon geschlafen hat und es mir erst nach dauerklingeln und ruetteln an der Eingangsforte derselbigen ihn zu wecken gelang.
In der zweiten Nacht wusste ich das bereits und da war meine Panik nicht ganz so gross nicht wieder hereinzukommen und auf der Strasse naechtigen zu muessen.
 
Ipoh ist eine alte Handelsstadt und begruendet ihren Reichtum auf den Abbau und Handel von Erzen der bis in die 80er hinein in vollem Gange war.
Ein alter Herr erzaehlte mir nicht ohne Stolz das damals in Ipoh mehr Mercedes Benz als in Kualal Lumpur verkauft wurden. Es sind auch etliche alte Autos auf den Strassen unterwegs. Irgendwo stand auch ein riesieger Mercedesstern herum der aber zusammengerostet ist und deshalb vor ein paar Jahren abgerissen wurde.
Danach gab es einen Verfall der Weltmarktpreise fuer Erz und dem folgenden zusammenbruch der malayischen Erzindustrie.
Ipoh hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer Erzmetropole zu einem Dienstleistungszentrum gemausert. Es wird aber auch ueberlegt die Erzproduktion wieder aufzunehmen, was bei den heutigen Erzpreisen wahrscheinlich nicht mehr lange nur eine Ueberlegung bleibt.
 

Das Kaetzchen war ganz schoen angestrengt….

 

 Fussmarsch um Ipoh

Ok, was macht man in einer Stadt bei 33 Grad ohne Meer?
Richtig, Tempel anschauen.
Nach einer ausfuehrlichen Beratung durch den Internetcafebetreiber habe ich mich in Richtung Gua Tempurung aufgemacht, 10 km entfernt von Ipoh und seid ca. 10000 Jahren existent….
 
Normalerweise nicht so Problematisch hinzukommen, wenn nicht der Busfahrer dich auf halber Strecke rauslaesst und die befragten Taxifahrer behaupten du waerst bereits in der Ortschaft wo sich diese Hoehlenanlagenlage befindet. Ich lach jetzt noch …
 
Nach einigen Minuten laufen und der Feststellung das ich mich noch in Ipoh befinde, in der Naehe von den anderen beiden Tempeln die ich erst auf der Rueckfahrt besichtigen wollte habe ich den Plan umgemodelt und bin zuerst zum Kek Lok Tong Buddhatempel gelaufen.
 

 
In Ipoh sind zwar Busse bekannt nur leider fahren diese nicht zu den Sehenswuerdigkeiten.
Nach einer Stunde lauf durch die pralle Mittagssonne an einer vierspurigen Strasse durch einen komplett unspaektakulaeren Villenvorort mit nichtexistenten Buergersteigen sowie einem leichten Sonnenbrand war ich endlich am Ziel.
Den Tempel hatte ich denn auch in einer halben Stunde satt so das ich mich auf den Rueckweg gemacht habe.
Der Busverkehr wurde vor Jahren in diesen Villenvorort eingestellt so das ich den Weg aufgrund nicht existenter Taxifahrer (wo sind sie wenn mal einen braucht) gehen konnte und gleich noch den naechsten mir empfohlenen Tempel besuchte, da er sich an der Hauptstrasse wo auch die Busse verkehren, befand.
Der zweite Tempel war noch unspaektakulaerer so das ich mich zur Bushaltestelle kaempfte und versuchte rauszufinden wo nun der Richtige Bus in Richtung alter Hoehle fuhr.
Nach dem dritten wechseln der Bushaltestelle und der Strassenseite und zwei uebereinstimmenden Richtungsangaben bin ich auch im richtigen Bus gelandet.
 
Witziges Huettendorf.
 
Zum Hoelenkomplex war wieder eine Stunde Fussmarsch vom Bus angesagt. Dafuer ging es durch halben Jungel und Sumpfkomplex zum Hoeleneingang, so das es nicht ganz so aetzend zum laufen war.
Leider kann man die Hoelen nur mit Fuehrung besichtigen und ich war ganze zehn Minuten zu spaet fuer die letzte an diesem Tage.
Also Stinksauer die fette Autostrasse zurueck zum Bus gelaufen und kurz vor dem grossen Regen an der Haltestelle mit einigen Blasen an den Fuessen angekommen.
 
Nach diesen ganzen Fussmaerschen habe ich die Nacht aber hervorragend auf meiner alten Strohmatratze verbracht.
 

Für die alten Posts gibt es leider (noch) keine Fotoalben. Die Bilder sind direkt in meinem alten Blog eingebunden….

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