Die alte Frau an den Inkaruinen und eine Strafexpedition nach Ecuador

 
Von Guayuil wollte ich nach meiner Zeit in der Wüste ursprünglich zum Wasser nach Montenita fahren.
 
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Aber da mir auch Cuenca ans Herz gelegt wurde habe ich mich kurzfristig umentschieden und bin in die Berge zu dieser tollen Ortschaft gefahren, zumal Montenita ein absolut von Touristen überlagerter Ort am Pazifik ist.
Das ganze hat 8 Dollar gekostet und 4 Stunden gedauert.
 

 
Cuenca hat eine reizvolle Atmosphäre und kommt einer europäischen Kleinstadt verdammt nahe. Diesmal wurde die Stadt nicht von den Spaniern zerstört sondern einige Jahre bevor diese hier eintrafen von den Inkas, die angeblich eine Strafexpedition hierher führten, dafür das der Bruder des letzten Inka seine Schlacht verloren hatte. Die Spanier haben dann eine neue Siedlung gebaut, der Rest ist Geschichte.
Mich hat es in Cuenca fast eine Woche gehalten.
 
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An einem Tag war ich in dem nahe gelegenen Cajas Nationalpark wandern.
 

 
Der Park ist riesig und man hat hier tolle Aussichten. Ich bin die Runde 3 gelaufen und war der einzige auf meiner Strecke. Man sollte auch auf die Höhenunterschiede achten. Für nicht geübte Wanderer ist das bestimmt recht anstrengend.
 
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Der Bus dorthin fährt eine Stunde und hat mich 2 Dollar gekostet, der zurück nur 1,25 Dollar.
Ach ja, in Ecuador wird nur in Dollar bezahlt. Es gibt hier auch ein Dollar Münzen welche bei der Ausreise aber unbedingt eingewechselt werden sollten, da diese nur in Ecuador Gültigkeit besitzen.
Am Parkeingang bekommt man eine riesige Wanderkarte (das ist fast untertrieben). Der Park ist umsonst genauso wie alle Museen in Cuenca in denen ich war.
 

 
Von Cuenca bin ich in zwei Stunden für 1,25 Dollar weiter nach El Tambo gefahren und habe von dort aus Ingapirca besichtigt.
Ingapirca sind die wichtigsten Inka Ruinen in Ecuador. Von El Tambo fahren in mehr oder weniger regelmässigen Abständen Busse für ca 1 Dollar dorthin. Die Strasse wurde im April gerade gebaut und wir mussten den Bus einmal wechseln.
Zurück habe ich mir eine Art Taxi mit den Angestellten des Parkes geteilt. Hier fahren überall Pickups herum welche anscheinend von der Gemeinde sind und welche den Einheimischen als Art Taxi dienen. Das hat mich auch einen Dollar gekostet da wir uns die Fahrtkosten von 5 Dollar zurück nach El Tambo geteilt haben.
In El Tambo gibt es soweit ich gesehen habe nur ein Hotel was aber eine gute Ausstattung hatte. Und in Ingapirca gibt es auch ein Hotel was wahrscheinlich ebenfalls nicht die Welt kosten sollte, was ich aber leider erst gesehen habe als ich dort war.
 
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Für die Stätte selbst braucht man definitiv keine Tour aus Cuenca. Wenn man mehr wissen möchte dann sind auch Guides vor Ort.
Man kann sich die Sache für 6 Dollar Eintritt anschauen wenn man Zeit und Lust hat, sollte aber nicht zu viel erwarten.
Der Rundweg hatte dann auch noch etwas Reizvolles und ich kam mir irgendwie vor wie im Allgäu mit Kühen und Bergen.
Dabei bin ich noch über eine alte Frau gestolpert die alte Vasen, Krüge und Amulette verkaufte die sie auf einem Feld um die Kultstätte herum gefunden hatte.

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War schon ein halbes Museum dort, nur leider bleiben die Sachen nicht an Ort und Stelle obwohl dort auch ein Museum existiert.
Dazu müsste das Museum den Findern etwas bezahlen damit sie die Gegenstände freiwillig in selbiges geben was leider nicht der Fall ist.
 

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